Pizza, Pizza und nochmal Pizza… Und das bitte schnell!

Gestern Abend war es wieder so weit: Es gab einen akuten Pizza-Notfall. Auf dem Rückweg vom süß angehauchten Sonntags-Kaffeeklatsch mit leckeren Apfelwaffeln kam das plötzliche Gelüst nach einer deftigen Pizza auf und ließ sich partout nicht mehr verdrängen… Halb so wild, sollte man meinen, passiert schließlich den Besten unter uns. Dieses Urteil ist natürlich korrekt – zumindest wenn man die Tatsache ausblendet, dass bei uns bereits Samstag Mittag, Samstag Abend und sogar zum Sonntagsfrühstück leckere Pizza vom Italiener unseres Vertrauens auf den Tisch kam… 🙂 Da wir uns nicht erneut die Blöße geben wollten, bei ebendiesem Italiener vorbeizuschauen und wie so häufig an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen Pizza oder andere italienische Leckereien zu ordern, musste uns also etwas Anderes einfallen…

Easy Pizzateig ohne Hefe…

Nun gut, was ist also zu tun, wenn die Option des bewährten Italieners um die Ecke nicht gegeben ist? Einen anderen Lieferservice beauftragen oder gar eine uns bislang unbekannte Pizzeria austesten, obwohl wir doch akut Lust auf eine tolle, perfekte und super leckere Pizza hatten? Nein, gewiss nicht, das Risiko einer Enttäuschung war nun wirklich zu hoch. Versteht mich nicht falsch, keineswegs lehne ich sämtliche Neuentdeckungen und kulinarische Abenteuer ab, doch wenn es um PIZZA geht, verstehe ich wirklich kein Pardon. Dann darf absolut nichts schief gehen, immerhin reden wir hier von PIZZA und die muss definitiv perfekt sein… 😉

Welche Möglichkeit blieb uns also? In Gedanken ging ich flugs das Inventar von Kühlschrank, Küchenschränken und Gefriertruhe durch… Waren alle Zutaten für eine köstliche Pizza vorhanden? Mehl, Wasser, Salz, klar, kein Problem… Hefe? Hefe! Mist, okay, das geht schon mal nicht… Eine andere Teigmöglichkeit musste her… Ah! Quark-Öl-Teig, genau, das ist es! Das geht schnell, einfach und schmeckt wirklich super, haben wir schon zig mal verschlungen! Also weiter in der Inventarliste: Mehl, Salz, Öl, Qua… Oh nein! Warum waren wir bloß nicht einkaufen? Verdammt… Nächste Woche gehen wir also öfter einkaufen und planen das Wochenend-Essen vielleicht ein wenig besser vor. Was sollten wir denn jetzt bloß tun? Der Pizza-Notfall wurde immer akuter und akuter, der Hunger immer größer und größer und allein die reinste, intensive gedankliche Auseinandersetzung mit dem Thema ‚Pizza‘ ließ das Gelüst nach einem köstlichen Boden belegt mit saftigen Tomaten, (frischen) Champignons, viel Thunfisch und noch mehr zartschmelzendem Käse immer größer werden…

Mir blieb also keine andere Wahl, ich musste durfte wieder einmal tricksen und experimentieren. Was schon so oft gelungen ist, sollte ja wohl an diesem Tag nicht scheitern… Also ging ich ans Werk, insbesondere der kleinen inneren Stimme zum Trotz, die mich von meinem Plan abringen wollte, indem sie immer wieder, mal laut, mal leise rief: „Aber Pizza? Aber PIZZA? Pizzateig hast du noch nie so gemacht, ohne passende Zutaten!!!!“

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich ohnehin nie an irgendwelche Rezepte halten kann, selbst wenn ich es mir noch so fest vornehme… 🙂 Irgendwo wandert immer eine andere Zutat hinein… oder zwei… oder drei… Auch mit vorgegebenen Mengenangaben kann ich mich nicht wirklich anfreunden, weshalb ich die Angaben bei meinen Rezepten auch immer nur Pi mal Daumen beschreiben kann… Ich weiß, dass dies beim Backen verpönt ist und die Geling-Garantie auf ein Minimum herunterschraubt, aber bislang ist es mir noch (fast) immer gelungen, etwas zustande zu bringen, das eine einigermaßen annehmbare Gestalt besaß und beispielsweise bei meinen Mitbewohnern, meinen Partygästen und sogar bei mir selbst gut ankam. 😉

Ratzfatz-Pizza ohne Standard-Zutaten backen

So ging ich frisch ans Werk, durchwühlte unsere Küche nach geeigneten Zutaten, um einen Pizzateig ohne Hefe, Quark und Öl herzustellen und einen angemessenen Belag zu zaubern.

Zutaten & Zubereitung Pizzateig:

Beim Pizzateig entschied ich mich für Zutaten, die ich in der Regel auch für Pfannkuchen und Waffeln verwende:

  • 1 Ei
  • etwas Butter
  • Joghurt
  • Mehl (welches du am liebsten magst – hell, dunkel, Weizen, Dinkel…)
  • ein wenig Backpulver
  • Mineralwasser
  • Tomatenmark
  • Senf
  • ggf. Harissa
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • Kräuter
  1. Ei, Butter und Joghurt mit Gewürzen, Senf, Tomatenmark, ggf. Harissa und Kräutern verrühren.
  2. Abwechselnd Mehl (mit etwas Backpulver) und Mineralwasser zugeben und einrühren.
  3. Solange wiederholen, bis die gewünschte Menge und ein geschmeidiger Teig entstanden ist. (Keine Sorge, der Teig sieht nicht aus wie ein Pizza-/Brotteig, sondern hat eine ähnliche Konsistenz wie Pfannkuchenteig. )
  4.  Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder eine ebenso ausgelegte Pizzaform streichen und mit dem Belegen beginnen – siehe nächsten Abschnitt.

Zutaten & Zubereitung Pizzabelag:

Normale Pizzasoße finde ich in der Regel etwas langweilig. Aus diesem Grund wähle ich oft Barbecuesoße oder pimpe meine Tomatensoße mit etwas Würze auf. So auch gestern: Gehackte Tomaten wurden mit Kräutern, Salz, Pfeffer, Paprika und Harissa aufgehübscht, auf den Pizzaboden gestrichen und mit Schmand/Kräutercreme bedeckt.

  • nach Wahl: gehackte Tomaten, Tomatenmark, passierte Tomaten, Barbecuesoße
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Harissa, Kräuter
  • viiiiel Oregano
  • nach Wahl: Schmand, Creme fraiche, Kräutercreme
  • Belag nach Belieben: z.B. frisches Gemüse oder Dosengemüse, Thunfisch, Schinken(würfel) und/oder Lieblings-Käse (Raspelkäse, Scheibenkäse, Feta etc.)
  1. Ofen vorheizen (ca. 200 Grad, Ober-/Unterhitze) – ich schreibe das hier so flappsig hin, weil ich mich immer wieder über Rezepte aufrege amüsiere, in denen erst an 10.000. Stelle steht „(…) in den vorgeheizten Backofen schieben (…)“ und dann einfach bereits Hopfen und Malz verloren sind… 🙂
  2. Hier muss ich vermutlich nichts mehr zu schreiben, oder? 🙂 Ich mische die gehackten Tomaten meist mit Kräutern und Gewürzen, streiche die „neu designte“ Soße gemeinsam mit Schmand/Kräutercreme auf den Pizzaboden.
  3. Darauf kommt mein Lieblingsbelag, meist frisches Gemüse oder wie gestern Dosenchampignons, Thunfisch und Käse (gestern Feta).
  4. Das Ganze wird dann in den vorgeheizten 🙂 Backofen geschoben und so lange gebacken, bis der Käse schön geschmolzen und knusprig braun ist, und kann dann gaaaaaanz in Ruhe und ohne die Sorge genossen werden, dass der Italiener des Vertrauens sich ob eures bevorstehenden Besuches bereits die Hände gerieben hat…
  5. Guten Appetit! 🙂

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So, das war es von unserem Pizza-Notfall! Ich hoffe, ich konnte dir eine neue Idee für die unkomplizierte „Pizza-Kreation“ an die Hand geben oder zumindest ein wenig das Gefühl geben, mit den (gelegentlichen?) Pizza-Gelüsten nicht allein zu sein…

Und falls es doch zwischendurch lieber die schmackhafte Pizza vom Lieferdienst sein soll, kannst du ja mal hier vorbeischauen! 😉


Und deine Lieblingspizza?

Welche Pizza magst du am liebsten? Vertraust du NUR dem Italiener um die Ecke oder wirst du gelegentlich (oder vielleicht sogar ausschließlich?) selbst aktiv in der hauseigenen Pizzabäckerei? Ich freue mich auf deinen Kommentar! 🙂

Feli Follow Your Dreams
 
Feli Follow Your Dreams Coaching
 
 

By |2018-08-23T12:47:00+00:00August 23rd, 2018|Happy Food|0 Comments

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