Die perfekte Morgenroutine: Gibt es sie? Wenn ja, wie sieht sie aus?

Egal, wo man hinschaut, egal, was man liest: Überall ist von der perfekten Morgenroutine die Rede. Fast jeder hat eine, und wenn nicht, dann braucht er eine. Dringend. Aber ist das wirklich ein MUSS, auf das niemand, absolut niemand mehr verzichten sollte? Und wenn ja, wie sieht so eine „perfekte“ Morgenroutine aus? Meine Meinung zum Trendthema und viele praktische Tipps für DEIN persönliches Morgenritual.

Husch, husch, raus aus den Federn – Klappt’s oder klappt’s nicht?

Wir alle kennen das: Der Wecker klingelt, gefrustet hauen wir auf die Taste und springen hieven uns schwerfällig aus dem Bett. Die Augen wollen partout nicht aufgehen, unsere Glieder sind schwer wie Blei und der Schädel dröhnt … Schnell zur Kaffeemaschine, um das Lebenselixier namens Kaffee zu kochen … Und wehe, es wagt uns jemand anzusprechen, bevor wir den ersten Schluck genommen haben …

So oder so ähnlich dürfte es in vielen Haushalten morgens ablaufen. Mit Spaß hat das wohl eher nichts zu tun.

Muss das so sein? Kann es nicht immer so sein wie im Urlaub, wenn wir herrlich erholt ganz von alleine aufwachen, die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster funkeln und wir uns unbändig auf den bevorstehenden Tag freuen?

Die Antwort lautet: JA, es kann! Wie? Ganz einfach: Mit einer „gut gewählten“ Morgenroutine.

Die positiven Effekte der Morgenroutine

Natürlich will ich nicht einfach behaupten, dass eine Morgenroutine all deine Probleme und Startschwierigkeiten am frühen Morgen lösen kann. Aber ich kann dir versichern, dass sich ein kleines Morgenritual sehr positiv auf dein gesamtes Leben auswirken kann, wenn du es dir wirklich zur Gewohnheit machst.

Unzählige Größen und erfolgreiche Persönlichkeiten schwören auf die positiven Auswirkungen ihrer persönlichen Morgenroutine und sind sich darin einig, dass diese Routine einen großen Beitrag zu ihrem Erfolg, ihrer Zufriedenheit und ihrer Leidenschaft leistet.

Grundsätzlich bewirkt eine Morgenroutine, dass du schon morgens viel fröhlicher bist, positive Energie für den Tag gewinnst und dich für die anstehenden Aufgaben rüstest.

Was gehört in eine perfekte Morgenroutine?

Im Prinzip ist bei einer Morgenroutine alles möglich – Hauptsache, es sorgt für gute Laune, es tut dir gut und es lässt dich von innen heraus strahlen (dann ist es auch egal, ob draußen die Sonne scheint oder nicht!).

Wichtig ist also, dass es sich um Elemente handelt, die dir positive Energie geben, deine Power entfachen, ein positives Mindset festigen und dich innerlich stärken.

Ein sehr, sehr tolles Buch zum Thema Morgenroutine ist „Miracle Morning – Die Stunde, die alles verändert“ von Hal Elrod sowie das ergänzende Tagebuch, welches direkt in der Morgenroutine eingesetzt werden kann.

Miracle Morning war für mich ein echter Augenöffner und hat mir gezeigt, wie viel mehr Qualität der Tag mit einer individuell gestalteten Morgenroutine erhalten kann.

Hal Elrod und viele weitere Coaches, Autoren und Größen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung empfehlen unter anderem folgende Elemente:

  • Meditation
  • Lesen
  • Ziele und Träume visualisieren
  • Bewegung (Yoga, Spazieren, Sport, Tanzen etc.)
  • Schreiben in ein Dankbarkeitstagebuch
  • Strecken, Stretching und Dehnen
  • Arbeit mit bestärkenden positiven Glaubenssätzen
  • Inspirierende Musik hören
  • u.v.m.

Welche Elemente du daraus wählst, bleibt dir überlassen. Experimentiere einfach ein wenig herum, probiere verschiedene Dinge aus und du wirst nach und nach ganz deutlich spüren, was „richtig“ für dich ist und was gut zu dir passt.

Zu den Büchern
 
 
 

Ist die Morgenroutine für jeden geeignet?

Wie du mittlerweile erahnen dürftest, bin ich großer Verfechter einer Morgenroutine. ABER, und das meine ich ganz ernst, ich halte nichts davon, sich selbst etwas aufzuerlegen, das überhaupt nicht zu einem passt. Egal, was andere sagen, egal, wie gut es anderen damit geht.

Wenn du nicht um 5 Uhr aufstehen willst oder kannst, dann lass es.

Wenn es dir nicht gut tut, morgens Sport zu treiben oder Yoga zu praktizieren, dann lass es.

Wenn es dich stresst, schon morgens in ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben, dann lass es.

Tu nichts, rein gar nichts, was dir nicht gefällt, was dich mehr stresst als entspannt und was dir nicht liegt. Stattdessen möchte ich dich dazu ermutigen, dir deine eigene Morgenroutine zu kreieren.

Do it yourself: Gestalte DEINE perfekte Morgenroutine Schritt für Schritt

1.) WAS TUT DIR GUT?
Frage dich, was dir wirklich gut tut, was dafür sorgt, dass du dich schon morgens wie neugeboren fühlst und dich voller Energie in den Tag starten lässt. Frage dich, was dich wirklich glücklich macht und dich erfüllt. Als Inspiration können dir z.B. die oben genannten Elemente dienen. Werd ruhig kreativ!

2.) ZEITFENSTER BESTIMMEN!
Im 2. Step frage dich, wie viel Zeit du dir morgens nehmen möchtest und kannst, ohne dass es Stress für dich bedeutet. Wie wäre es, deinen Wecker eine halbe oder dreiviertel Stunde früher zu stellen und diese Zeit für dich zu nutzen? Diese Dauer sollte natürlich realistisch sein, damit du dich nicht verkalkulierst und dich möglicherweise anschließend abhetzen musst – dann würden die positiven Auswirkungen der Morgenroutine direkt verpuffen …

3.) TERMINPLANUNG!
Als Nächstes plane deine erste Morgenroutine fest für den nächsten, den übernächsten und überübernächsten Tag ein (ja, du solltest direkt MORGEN anfangen!) und lass dich von nichts und niemandem davon abbringen, dieser Routine nachzugehen. Behandle dein Morgenritual wie einen verpflichtenden Termin, den du für nichts auf der Welt absagen würdest. Auch wenn es „nur“ ein Termin mit dir selbst ist, sollte er dir so wichtig sein wie ein verbindlicher Termin bei deinem Arzt, deinem Anwalt, deinem Steuerberater oder mit deiner besten Freundin – eben etwas, das du nicht so einfach absagen würdest.

4.) TU ES UND BLEIB DRAN!
Die beste Planung bringt nichts, wenn du sie nicht umsetzt. Deshalb setz deinen Plan unbedingt in die Tat um, auch wenn es dir am Anfang vielleicht noch schwerfällt. Es ist erwiesen, dass wir ca. 30 Tage bzw. 30 Wiederholungen brauchen, bis wir eine neue Gewohnheit aufgebaut haben. Diese 30 Tage solltest du also um deiner selbst willen durchhalten und dich mit der Aussicht motivieren, dass es dir nach den 30 Tagen umso leichter fallen wird, deiner Morgenroutine nachzugehen. Außerdem wirst du schon nach ein paar Tagen die ersten positiven Effekte deines persönlichen Morgenrituals bemerken und vermutlich gar nicht mehr aufhören wollen.

Sollte es dich doch einmal überkommen, erinnere dich immer wieder daran, wie gut es sich anfühlt, wenn du etwas durchgezogen hast, und wie stolz du anschließend auf dich sein kannst. Auch der Gedanke, dass du das Ganze für niemand anderen tust als für dich selbst, kann sehr motivierend sein.

5.) UPDATES ERLAUBT!
Solltest du zwischendurch bemerken, dass dir ein Teil deiner Morgenroutine nicht gut tut, dass du dir zu viel vorgenommen hast oder dass du lieber etwas anderes in dein Morgenritual integrieren möchtest, dann zögere nicht, es anzupassen. Es geht schließlich um dich und dein Wohlbefinden, um deinen perfekten Start in den Tag. Achte dabei aber bitte darauf, dass du nicht aus Bequemlichkeit auf etwas verzichtest, weil es am Anfang ein wenig mühsamer ist. Bei so etwas wird unser Schweinehund ja ganz gerne aktiv … 😉

Ist das nicht furchtbar anstrengend?

Ja und nein. Möglicherweise kommt es dir zu Beginn ein wenig anstrengend vor, jeden Morgen früher aufzustehen bzw. ein paar Dinge zu machen, die du dir um diese Zeit vorher niemals hättest vorstellen können. Aber ich bin mir sicher, dass sich dieses Gefühl auch bei dir nach einer Weile geben wird – zumindest dann, wenn du auf dich selbst achtest und nur das in deine Morgenroutine aufnimmst, was dir wirklich gut tut.

Es kann sein, dass du anfangs mit 6 Elementen à 5 Minuten beginnst und dich später dafür entscheidest, jeden Bestandteil deines Morgenrituals auf 10 Minuten auszuweiten. Andersherum ist es aber auch möglich, dass du am Anfang voller Tatendrang bist und beispielsweise 10-20 Minuten pro Element einplanst, nach einer Weile aber merkst, dass dir das zu lang ist, und du lieber eine kürzere Zeitdauer wählst.

Auch kann es sein, dass deine Routine zunächst zum Beispiel aus Lesen, Meditieren und Yoga besteht und du später noch positive Affirmationen und das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs hinzunimmst oder dass du Yoga durch einen Power Walk ersetzt, das Lesen ganz sein lässt oder oder oder …

Kurz gesagt: Erlaubt ist, was DIR gefällt, was DIR gut tut und was DIR positive Energie für den Tag gibt – egal, ob 5 Minuten, 30 Minuten oder 1,5 Stunden.

Probier es einfach einmal aus und du wirst nach und nach deine ganz eigene Routine finden, die dir den Morgen und dein gesamtes Leben jeden Tag aufs Neue versüßt. 🙂
 
Feli Hoffmann Follow Your Dreams
Wie stehst du zum Thema Morgenroutine? Hast du schon ein eigenes Morgenritual? Wenn ja, was machst du und was ist dir dabei besonders wichtig? Schreib es gerne in die Kommentare, ich bin sehr gespannt!
 
Feli Hoffmann Follow Your Dreams
 
 
 
 
 
 
 

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