Ich LIEBE, LIEBE, LIEBE das Ruhrgebiet! [Achtung: Es folgt eine kurze, aber ehrliche Liebeserklärung an den Pott inklusive unbezahlter Werbung für die schönste Heimat vonne Welt.] Wer sich vom Pott fernhalten möchte, sollte besser nicht weiterlesen. Wer sich von meiner Begeisterung für die angeblich grau vernebelte Metropole Ruhr anstecken lassen möchte, ist herzlich eingeladen, sich selbst zu verlieben …

Ruhrgebiet? Was ist so toll am Ruhrpott?

Ob für einen zauberhaften Blumenstrauß, der seinen Weg in den Mülleimer gefunden hat, ob für Ruhrpottmenschen, die morgens um 10 anner Bude umme Ecke 20 normale Brötchen und 15 Kniften kaufen, ob für die krummen Häuser in Hattingens Altstadt, ob für den einprägsamen Mix aus „Nääää, watt schäbbig!“ und „Oh neiiiiiin, wie schööööön!!!!“, ob für die vielen Grünflächen, Parks und Wälder (Ja, liebe Nicht-Ruhrgebietler, im Pott ist’s auch ganz schön Grün!) oder für die geniale Möglichkeit, innerhalb von 20-40 Minuten in gefühlt 30 andere Städte fahren zu können … Das Ruhrgebiet ist einfach genial! Ich könnte Unmengen von Dingen aufzählen, die den Pott auszeichnen, und nicht annähernd würde diese Aufzählung all den positiven Eigenschaften des Ruhrgebiets gerecht.

Also nenne ich nur die 4 wichtigsten für mich:

1.) Schnelle Erreichbarkeit und kurze Wege

Ob man’s glaubt oder nicht: Im Ruhrgebiet ist alles von überall aus schnell zu erreichen. Ob Bochum, Hattingen, Witten, Dortmund, Wetter, Essen … In ca. 20-40 Minuten lässt sich (fast) jeder Ort schnell mit dem Auto anfahren (okay, die A40 klammere ich jetzt einfach mal aus). Selbst mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln kommen Pendler recht gut von A nach B, können hier wohnen und dort malochen, wie man im Pott so schön sagt. Ist das nicht wunderbar? Ich kann mir morgens überlegen, ob ich als Selbstständige den Vormittag im Café in Dortmund verbringen, mich mittags zum Lunch mit Freunden in Essen treffen (Ja, im Ruhrgebiet könnt ihr auch in Essen essen! 😉 ), nachmittags in Oberhausen shoppen gehen und den Abend gemütlich im Bermudadreieck in Bochum ausklingen lassen will – natürlich vollkommen stressfrei. Genial, oder? Sach ich ja, der Pott hat was.

2.) Stadt und Natur in Einem – das kann (nicht nur) das Ruhrgebiet

Vielfach als Metropole mit tausend dampfenden Hochöfen verschrien, in der nur Nebel und Rauchwolken zu sehen sind, darf ich verkünden: Das Ruhrgebiet hat waaaaahnsinnig viel Natur zu bieten. Von privaten Gartenanlagen, Parks und Wäldern über Ruhrwiesen, Botanische Gärten und traumhafte Halden bis hin zu den verschiedensten Seen wie dem Kemnader See und dem Baldeneysee: Auch im Pott sind Grünflächen und Wasser keine Fremdworte.

Im Gegenteil! Meiner Meinung nach schafft es das Ruhrgebiet auf glanzvolle Weise, Stadtleben mit Natur zu vereinen. Dank der oben genannten Nähe zu ALLEM lässt sich ein Parkbesuch hervorragend mit einem Stadtbummel verbinden, ebenso wie sich ein Ausflug in den Wald mit einer Bootstour auf dem Kemnader See oder einem Besuch auf dem Zeltfestival Ruhr verknüpfen lässt.

3.) Industriekultur: Kultur mal extravagant

Von wegen out, Kultur ist im Ruhrgebiet mehr als in. So können hier zum Beispiel stillgelegte Hochöfen, Zechen, Gasometer und Kokereien bestaunt werden, wovon einige auch nachts wunderschön beleuchtet werden und eine Nachtwanderung lohnen. Darüber hinaus finden in zahlreichen Literaturcafés, Konzertsälen, Schauspielhäusern etc. unzählige Veranstaltungen statt, die täglich tausende Besucher in den Bann ziehen. Außerdem lassen sich im Ruhrgebiet viele Produktions- und Handwerksstätten besichtigen, in denen Einblicke in traditionelle und moderne Verfahren gegeben werden.

Mein Tipp: Bei der jährlich stattfindenden „Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ könnt ihr die vielen Besonderheiten bis in die frühen Morgenstunden besuchen und dabei teils spektakuläre Darbietungen erleben und leckeres Essen genießen. (unbezahlte Werbung)

4.) Schlemmen und Ausgehen im Ruhrgebiet: Cafés, Restaurants, Bars & Diskos

Ich denke, die Nähe der Städte spricht auch hier wieder für sich – im Ruhrgebiet könnt ihr sooooo viel erleben und schlemmen. Sowohl innerhalb der einzelnen Städte als auch städteübergreifend gibt es im Ruhrgebiet ein attraktives Freizeitangebot für jeden Geschmack. Wer günstig, schick oder hip essen gehen möchte, wird etwa in Bochum, Essen oder Dortmund genauso fündig wie derjenige, der einen leckeren Cocktail im Jumbo-Format schlürfen will. Das Bermudadreieck in Bochum mit seinen Bars, Restaurants und Diskotheken lädt zum Schlendern, Leute-Beobachten, Trinken, Essen und Feiern ein, die Promenade am Duisburger Innenhafen oder die Promenade im CentrO in Oberhausen locken mit mediterranem Flair und die berühmte Rü (Rüttenscheider Straße) in Essen-Rüttenscheid versprüht ein wenig Düsseldorfer Charme, allerdings im (mir persönlich weitaus sympathischeren) gelasseneren Ruhrpott-Stil. Ihr seht schon: Im Ruhrgebiet kommt jeder auf seine Kosten.

Also belassen wir es doch einfach dabei:

Im Pott is schön.

Was heißt das nun für mich, die dem Ruhrgebiet erst vor Kurzem den Rücken gekehrt hat, um neue Gefilde zu erschließen?

Home is where your heart is: The Ruhrpott

Ja, was soll ich sagen? Mein Herz schlägt für den Pott – heute einmal mehr als gestern, vorgestern, letztes Jahr. Der Entschluss steht fest: Ab heute trennen mich nur noch wenige Tage, Wochen, ggf. Monate … von dem Tag, an dem ich wieder zurück in der Heimat bin. Dort, wo mein Herz hingehört. Dort, wo ich zu Hause bin.

Manchmal muss man erst weggehen, um zu merken, was man wirklich (wirklich-wirklich) braucht. Althergebrachte Weisheit, brandaktuelle Bedeutung. Muss ich mehr sagen? Ich denke nicht.

In diesem Sinne: Pott? Muss.🖤

Was ist eure (Wahl-)Heimat?

Wo kommt ihr her und/oder wo fühlt ihr euch richtig, richtig, richtig zu Hause? Habt ihr das sofort gespürt oder brauchte es eine Zeit, bis ihr eure Herzensheimat erkannt habt? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen – schreibt sie mir gerne in die Kommentare!
 
Feli Hoffmann Follow Your Dreams