Home of Smile: Achim unterstützt mit seiner Vision Waisenkinder in Kenia

Heute darf ich euch ein ganz besonderes Projekt vorstellen, das mich selbst sehr berührt hat: Home of Smile. Achim Fuchs, der Gründer von Home of Smile, engagiert sich für Waisen- und Straßenkinder in Kenia und hat nun sogar ein eigenes Waisenhaus eröffnet. Wie er dazu gekommen ist, was er schon alles bewirkt hat und wie auch wir ihn unterstützen können, lest ihr in diesem Interview. Viel Spaß dabei!

LEBE DEINE TRÄUME – DAS INTERVIEW

1.) Hallo, lieber Achim! Ich freue mich so sehr, dass du dich und dein Projekt „Home of Smile“ auf Follow Your Dreams vorstellst. Bitte erzählt uns erst einmal kurz etwas über dich, damit wir dich besser kennenlernen. Wie alt bist du, wo kommst du her und was machst du beruflich?

Hallo zusammen, mein Name ist Achim Fuchs, ich bin 59 Jahre jung, geschieden, habe drei erwachsene Kinder und lebe im Hunsrück, dort in der Nähe, wo die längste Hängeseilbrücke ist. Ich arbeite seit 6 Jahren bei Amazon Koblenz.

2.) Vielen Dank. Ich durfte dich ja auf der Veranstaltung „Die Kunst, Dein Ding zu machen“ von Christian Bischoff kennenlernen, als Christian dich spontan im Publikum wiedererkannt und dein Projekt angesprochen hat. Daher weiß ich, dass du noch viel mehr machst als deinen Job bei Amazon. Bitte verrate uns, was es damit auf sich hat und auf welche Weise du dir selbst und anderen damit einen großen Traum erfüllt hast.

2012 hatte ich eine kleine Lebenskrise, Scheidung, Burnout, meine Mutter Pflegefall. In dieser Zeit habe ich mir die Frage gestellt:

„Warum trampelst Du hier auf dem Planeten rum, nimmst anderen den Sauerstoff. Was hinterlässt Du, wenn Du in die Kiste springst?“

Die ernüchternde Antwort war: Ich habe drei gesunde erwachsene Kinder, die ihren eigenen Weg gehen, das war’s. Doch das kann nicht mein Grund gewesen sein, warum ich hier bin … Nur essen, trinken schlafen, arbeiten … Ich überlegte, was ich tun könnte. Ich wollte schon immer eine Patenschaft übernehmen, eine, in der ich eine Beziehung zu dem Patenkind aufbauen kann. Das tat ich dann im Januar 2013. Im Juli 2013 bin ich für 14 Tage nach Kenia geflogen, wo ich meine Patenschaft für ein Mädchen übernommen hatte. Im Dezember 2013 und Januar 2014 bin ich dann für zwei Monate nochmal dorthin, um in diesem Waisenhaus zu helfen, Räume zu bauen, Toiletten, Waschhaus, Klärgrube etc.

Nachdem ich wieder zurück in Deutschland war, habe ich gemerkt, dass ich mehr machen möchte, und so entstand die Idee, ein eigenes Waisenhaus für 24 Straßen- und Waisenkinder zu bauen. 2015 war ich zweimal dort, um ein passendes Grundstück zu finden und letztlich zu kaufen. 2016 war ich 3 Monate dort, um den Rohbau zu bauen. 2017 im Januar bis zum 17. Februar, um das Haus fertigzustellen und zu eröffnen.

3.) Das klingt richtig toll und nach einem echten Herzensprojekt. Was macht dich dabei besonders glücklich? Was spornt dich immer wieder aufs Neue an?

Wenn ich in diese glücklichen Kinderaugen sehe, dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

4.) Gab es einen bestimmten Auslöser, der dich dazu gebracht hat, Home of Smile in die Tat umzusetzen?

Zum einen wie schon beschrieben der Burnout. Zum anderen jedoch die Menschen dort und was sie mir zurückgegeben haben. Du kommst in eine kleine Hütte, die Menschen sind beim Essen. Sie teilen direkt mit dir, was sie auf dem Teller haben. Du weißt, sie haben sonst nichts zu essen. Sie teilen mit so einer Selbstverständlichkeit, das hat mich beschämt und mir nochmal die Augen geöffnet, worum es im Leben geht. Achtung und Respekt deinem Gegenüber, egal, wer oder was er ist.

Dann der unabdingbare Glaube. Der Glaube, dass es morgen wieder etwas zu essen gibt und wenn nicht morgen, dann übermorgen. Wenn sie etwas zu essen haben, dann bekommen alle etwas ab, auch der Hund, die Hühner oder oder. Auf Nachfrage, warum sie das tun, da sie doch selbst nichts haben und doch zuerst für sich sorgen sollen, kam die Anwort:

„Auch die Tiere sind Geschöpfe Gottes.“

Es gibt so viele Dinge, die mich sehr berührt haben. Übrigens hatte ich im Oktober 2013 bei dem Seminar „Die Kunst, Dein Ding zu machen“ mit Christian Bischoff meinen Lebenssinn so formuliert:

„Ich gebe 24 Kindern die Chance, die ich einst bekommen habe, in Liebe und Geborgenheit, mit Kleidung, Nahrung, Schulbildung und ärztlicher Versorgung aufwachsen zu können.“

5.) Wie toll, dass du deinen Lebenssinn darin gefunden und verwirklicht hast! Sicherlich war das nicht immer einfach. Bist du auf deinem Weg auf Hürden gestoßen, musstest du große Hindernisse überwinden oder dich gegen die Meinung anderer durchsetzen?

Oh ja … Es waren einige Hürden! Der Architekt, der uns beim Betonieren der Bodenplatte verlassen hat – die Stempel von der Baubehörde hatte er alle gefälscht -, Korruption, Gängeleien von Behörden und einige mehr. Nächte geheult, diskutiert, mich alleine gefühlt, unverstanden, in einer anderen Kultur, jedoch war mein Ziel die Kinder …

Aktuell sieht es gerade so aus: Wir hatten schon 6 Kinder in unserem Haus, allerdings wurden sie in ein anderes Haus verlegt, da die Registrierung durch eine Behörde hinausgezögert wird.

6.) Wow, Respekt, dass du dennoch immer weitergemacht und an deiner Vision festgehalten hast! Was war das Überraschendste, das dir bei der Verwirklichung deiner Vision passiert ist?

Dass mir fremde Menschen, die sieben Wochen mit mir nach Kenia geflogen sind, auf eigene Kosten mitgeholfen haben, das Haus fertigzustellen und zu verschönern. Das war der Hammer!!! An dieser Stelle nochmal Danke an Tina, Siggi und Sven. Natürlich auch, dass so viele Menschen mich unterstützen. Ich hatte ja kein Netzwerk oder einen großen Freundeskreis. Ich hatte aber Menschen, die an mich und meinen Traum geglaubt haben …

7.) Und genau das ist das Wichtigste! Einerseits der eigene Glaube an seine Ziele und ein unterstützendes Umfeld. Richtig schön! Welche Tipps würdest du heute anderen mit auf den Weg geben, die ihre Träume erfüllen möchten, aber (noch) nicht den Mut dazu finden?

Lebt euren Traum, lasst euch von niemanden einreden, ihr könnt das nicht, fragt Menschen, die so etwas schon mal gemacht haben, und macht den ersten Schritt. Wenn ihr den ersten Schritt macht, bekommt ihr immer, immer, immer Hilfe zur Seite gestellt. Und wenn es mal sch… läuft, denkt immer daran, warum ihr es tut!

8.) Absolut, wunderbar! Hast du vielleicht auch ein Lieblings-Zitat, einen Lieblings-Song, einen Glücksbringer, ein Ritual oder Ähnliches (vielleicht sogar die Gewinnerpose, die Christian Bischoff mit uns „geübt“ hat :-)), was dir bei deiner Traumerfüllung geholfen hat und auch andere ermutigen könnte?

Oh ja, ich habe viele Zitate, jedoch eins begleitet mich schon lange:

„Ich kann im Leben alles erreichen, was ich will, wenn ich genügend anderen Menschen helfe, das zu erreichen, was sie wollen.“

Mein Ritual ist die morgentliche Dankbarkeitsviertelstunde.

9.) Ein tolles Zitat mit einem so wahren Kern! Danke dafür! Verrate uns bitte noch, welche Ideen und Wünsche du aktuell für Home of Smile hast. Gibt es konkrete Pläne, was als Nächstes in die Tat umgesetzt werden soll?

Ja, ich habe noch Einiges vor. Zunächst habe ich meine Begrenzung aufgehoben. Ich will so vielen Kindern helfen, als mir mit eurer Unterstützung möglich ist. Ich möchte meine Vision in Vollzeit machen können. Als Nächstes wird ein Tiefbrunnen gebohrt. Dann haben wir immer Wasser und auch die umliegenden Menschen können sich bei uns frisches Trinkwasser holen, welches sie jetzt nicht haben. Das Waisenhaus wird immer meine erste Priorität sein. Zurzeit warten wir auf die Registrierung.

Ich möchte mit dem Verein Home of Smile noch ein anderes Projekt unterstützen. Die Kinderkrebsstation in Nairobi. Hierhin kommen Kinder aus dem ganzen Land mit der Diagnose Krebs. Es gibt zwei Stationen: Eine, in der die Kinder mit „leichtem“ Krebs behandelt werden – dort sind 45 Kinder. Auf der „kritischen“ Station ist Platz für 30 Kinder – die Station ist überfüllt. Es soll nun ein leerstehender Trakt für diese Kinder umgebaut werden. Dann ist Platz für weitere 50 Kinder. Die Kinder sind auf dieser Station oft über einen längeren Zeitraum oder bis zu ihrem letzten Atemzug. Ich habe dieses Krankenhaus und die Stationen im Juni besucht, als ich in Kenia war. Es ist schwer zu beschreiben, was ich dort gesehen habe.

Das Waisenhaus bleibt immer mein Projekt und wird weiter wachsen. Es werden andere Projekte hinzukommen und nach Abschluss durch andere ersetzt werden, das ist meine Idee und Wunsch.

10.) Das klingt wahnsinnig aufregend und vor allem wirklich wundervoll für die vielen Kinder, die du auf diese Weise unterstützt! Wo können wir mehr über dich und Home of Smile erfahren? Und vor allem: Wie und womit können wir dein Projekt am besten unterstützen?

Mehr über mich und Home of Smile erfahrt ihr auf der Website unter www.homeofsmile.de oder bei Facebook unter Home-of-Smile.

Unterstützung kann ich in vielfältigster Weise gebrauchen. Geldspenden, Container oder Mittransportmöglichkeiten nach Nairobi, Unterstützung bei der Vereinsarbeit hier, sprich im administrativen Bereich, kreative Köpfe mit der Möglichkeit, Sachen für den Verein herzustellen und zu verkaufen. Das ist das, was mir spontan einfällt.

Vielen, vielen Dank für die interessanten Einblicke in dein Projekt und für den wertvollen Beitrag, den du leistest, lieber Achim! Ich bin gespannt, was du noch alles bewirken wirst und wie sich Home of Smile entwickelt! Ich bin mir sicher, dass sich sehr viele Menschen finden, die Home of Smile gerne mit unterstützen. Ich wünsche dir bzw. euch alles Gute und halte mich natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden!


Na, habe ich zu viel versprochen? Ist das nicht ein tolles Projekt? Also, liebe Leute, wenn ihr Home of Smile auch unterstützen möchtet, schaut unbedingt auf Achims Website oder auf Facebook vorbei und lasst ihn wissen, was ihr für sein Projekt tun könnt! 🙂 Alles Liebe,
Feli Hoffmann Follow Your Dreams

P.S.: Du möchtest auch deine Geschichte auf Follow Your Dreams veröffentlichen? Schreib mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir melden!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

By |2018-09-25T17:05:39+00:00September 25th, 2018|Afrika, Familie 2.0, Reisen, Traum-Geschichten, Träume leben|0 Comments

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