Keine Lust, zur Arbeit zu gehen? Dir graut es vor jedem Montag? Du quälst dich morgens wahrhaftig aus dem Bett und würdest dich viel lieber noch so ca. 100-200x umdrehen?

Herzlich willkommen, dann darfst du dich einerseits beglückwünschen, denn du gehörst wohl zur Mehrheit der hierzulande lebenden Menschen… (Yeah!?)

Andererseits solltest du einmal genau in dich hineinhören und dich fragen, was du da eigentlich machst… Hast du den richtigen Job? Liebst du, was du täglich tust? Bist du angekommen, gehst du deiner Leidenschaft nach? Oder ist das alles nur ein Mittel zum Zweck für… Ja, für was eigentlich? Das nötige Kleingeld, ein wenig mehr Luxus oder eine gute Portion Anerkennung?
 

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Let’s check it out: Hier kommen 10 Gründe, wann du deinen Job kündigen solltest!

1. Die Miesepeterfalle: Grau in Grau in Grau in Grau

Die überzogene Wahrheit: Jeden Abend fühlst du dich elendig, wenn du an den nächsten Morgen denkst. Du schläfst unruhig, bist beim Aufstehen schon schlecht gelaunt und schleppst dich miesepetrig ins Büro. Du läufst grußlos an deinen nervigen Kollegen vorbei und bist froh, wenn du dich endlich auf deinen Bürostuhl plumpsen lassen kannst, um deine Ruhe zu haben. Oh nein, halt, stopp – da wäre ja noch die Arbeit, die erledigt werden muss… Also wühlst du dich durch den To do-Berg, brummelst murrig vor dich hin und tust, was du tun musst, nur damit du abends wieder nach Hause fahren und abschalten kannst – vorausgesetzt, dazu bist du überhaupt noch in der Lage, denn schlechte Laune und Miesepeterarbeit können ganz schön mürbe machen…

CHECK: Ist dein Arbeitsalltag von grauen, negativen Gedankenkreiseln durchzogen? Fühlst du dich ausgelaugt, unmotiviertund mehr als leer?

2. Mami und Papi sind ja so stolz: Es leben die Erwartungen!

Die überzogene Wahrheit: Seit frühester Kindheit wolltest du Feuerwehrmann werden. Oder Pilot. Oder Astronaut. Doch Mami und Papi hatten andere Pläne mit dir! Die familieneigene Firma solltest du übernehmen, als Rechtsanwalt Karriere machen oder einen soliden Beruf wie den des Lehrers erlernen. Du sollst es schließlich besser haben als sie früher und es denen gleich tun, die Erfolg im Leben haben. Somit machtest du brav dein Abitur, gingst jahrelang in die Uni, hast dich um einen tollen Job in einem angesehenen Unternehmen beworben und ihn tatsächlich ergattert! Herzlichen Glückwunsch – oder doch nicht?! Nun sitzt du in genau dem Job fest, den deine Eltern für dich vorgesehen haben, und wünschtest, du wärst doch Astronaut geworden… Na, Prost-Mahlzeit!

CHECK: Arbeitest du wirklich in einem Job, den DU dir ausgesucht hast und der deinen Interessen und Neigungen entspricht? Oder hast du nur versucht, all den Erwartungen aus deinem Umfeld gerecht zu werden und dich an den Zukunftsprognosen der Branche zu orientieren?

3. Die Angst vor dem großen Ganzen: Ich trau mich, ich trau mich nicht…

Die überzogene Wahrheit:

EIGENTLICH findest du das Leben der vielen Selbstständigen saucool, die ihr eigenes Ding machen. Sie können sich den Tag flexibel einteilen, suchen sich meist sogar ihre Kunden aus und arbeiten für ihre eigenen Träume anstatt für die Träume anderer. Wären da doch nur nicht dieser ganze Bürokratiekram, die Unvorhersehbarkeit, die finanzielle Unsicherheit, die Startschwierigkeiten und die nagende Existenzangst… Nein, nein, das ist nichts für dich. Dann doch lieber im warmen, gemachten Nest bleiben mit der finanziellen Absicherung, der täglichen Routine und dem Chef, der dir sagt, wo es langgeht.

CHECK: Würdest du gern selbstständig arbeiten? Möchtest du für dich allein oder mit einem Geschäftspartner durchstarten? Frage dich, ob du bereit bist, dein eigenes Ding zu machen, oder du dir vielleicht nur ein wenig mehr Entscheidungsfreiheit und/oder Verantwortung in deinem bisherigen Job wünschst?

4. Die Macht der Sehnsucht: Hach, wär das schön!

Die überzogene Wahrheit: Du folgst unzähligen digital nomads und Lebenskünstlern auf Instagram, Facebook und Co., die ihren Traum leben, und schwärmst von ihrem genialen Lifestyle. Du sehnst dich nach ihrem Job und träumst dich in ihre Welt. Aber halt, plötzlich ist sie wieder da: die Realität. Nichts mit Traumjob, nichts mit endlosen Reisen, nichts mit gut gefüllter Reisekasse. Du denkst dir „Hach ja, es WÄRE so schön – aber es geht ja einfach nicht…“

CHECK: Findest du dich tatsächlich im Job anderer wieder? Würde dich ihr Beruf und/oder ihr Leben wie z.B. das der digital nomads erfüllen? Oder sehnst du dich nur nach einer kleinen Veränderung in deinem jetzigen Alltag? Wenn du gerne so leben möchtest, wie andere es bereits tun, was genau hindert dich daran?

5. Motivation = 0,000: Alles eine Frage der Einstellung!?

Die überzogene Wahrheit: Jeden Morgen raffst du dich erneut auf, bündelst sämtliche Motivationsreserven und startest elangeladen in den Arbeitstag. Der erste Blick gilt deinem Posteingang – und schwupps war’s das mit der Motivation. Aufgabe 1-1.000 vernebeln deinen Kopf, schrauben dein Engagement auf 0 herunter.

Sätze und Fragen wie „Keine Lust.“ – „Warum ich?“ – „Mach doch selbst!“ – „So ein Blödsinn!“ – „Das bringt doch rein gar nichts!“ – „Maaaannnnnnnn!“ – „Wo soll ich jetzt bloß anfangen?“ – „Ich kündige!!!!“ geistern unentwegt durch deinen Kopf. Am Endes des Arbeitstages hast du gefühlt nichts geschafft und trottest frustriert nach Hause.

CHECK: Ist dir gerade alles zu viel? Brauchst du vielleicht einfach Urlaub? Oder ist deine 0-Motivation der Sache an sich, deinen Kollegen, deinem Chef oder dem Unternehmen selbst geschuldet? Könnte ggf. ein wenig Know-how im Zeit- und Task-Management helfen?

6. Keine Luft nach oben: Wo soll das bloß hinführen?

Die überzogene Wahrheit: Du trittst seit einer gefühlten Ewigkeit auf der Stelle und machst von A bis Z Dasselbe, während deine Kollegen neue Aufgaben zugeteilt bekommen, beruflich aufsteigen und Gehaltserhöhungen erhalten. Du weißt beim besten Willen nicht, wie du dich weiterentwickeln sollst, und mehr Gehalt steht dir in deinem Job sowieso nicht in Aussicht.

CHECK: Bist du vielleicht zu sehr auf deine Kollegen fixiert? Übersiehst du deine Chancen? Hast du alle Möglichkeiten zur Fortbildung ausgeschöpft (Weiterbildung, Inhouse-Schulungen, Fernstudium, Online-Kurse…)? Gäbe es in einem anderen Bereich, einem anderen Job bessere Aussichten für dich und deinen Karriere-/Gehaltswunsch?

7. Meine Kollegen sind ja soooo nett!

Die überzogene Wahrheit: Dein Job interessiert dich nicht die Bohne, deine Chefs sind ein notwendiges Übel und das Gehalt ist so lala. Aber deine Kollegen sind der absolute Oberhammer! Du verbringst jeden Tag eine tolle Zeit mit ihnen, ihr gestaltet eure Pausen super spaßig und auch nach Feierabend trefft ihr euch häufig, um ein Bierchen zu trinken, um die Häuser zu ziehen oder gemeinsam den neuesten Streifen im Kino anzuschauen.

CHECK: Gehst du wirklich nur wegen deiner netten Kollegen zur Arbeit? Gibt es sonst nichts, was dich an deinem Job begeistert? Könnte es vielleicht helfen, sich im Team zusammenzusetzen und über die Gesamtsituation bzw. die Zuständigkeiten und Aufgaben im Unternehmen zu diskutieren? Wie fühlt es sich für dich an, deine Kollegen „vollständig“ in deinen Freundeskreis zu integrieren und dir einen anderen Job zu suchen?

8. Geld ist alles! Oder doch nicht?!

Die überzogene Wahrheit: Du verdienst dir in deinem Job eine goldene Nase – das war’s dann aber auch schon. Du arbeitest viel und dafür bekommst du am Ende des Monats eben eine ordentliche Stange Geld. Du kannst dir viel leisten, oft in den Urlaub fahren und einen insgesamt netten Lebensstandard genießen. Erfüllung? Berufung? Traumjob? Fehlanzeige!

CHECK: Was treibt dich in deinem Job an? Ist es wirklich das Geld? Und ist es das Geld wert, täglich dieser Arbeit nachzugehen? Würde dich ein anderer Job womöglich glücklicher machen, auch wenn er finanzielle Einbußen bedeuten könnte?

9. Dein Job, deine Leidenschaft! #FAIL

Die überzogene Wahrheit:

Du arbeitest tagein, tagaus brav das, was man dir aufträgt, deine Leidenschaft gilt jedoch etwas ganz Anderem. Sagen wir einmal, du ordnest jeden Tag Akten, erledigst die Buchhaltung und organisierst Termine für deinen Chef. Eigentlich liebst du es jedoch zu schreiben, deiner Phantasie freien Lauf zu lassen und Menschen mit deinen Texten in den Bann zu ziehen. Was würdest du nur dafür geben, wenn du jeden Tag Buchstabe um Buchstabe auf Papier bringen und damit noch deinen Lebensunterhalt verdienen könntest?

CHECK: Was liebst du, was macht dich glücklich? Würdest du gern dein Hobby zum Beruf machen? Wie fühlt sich der Gedanke daran an? Oder genügt es dir, deiner Leidenschaft nach Feierabend nachzugehen?

10. It’s time for… HOLIDAYS?!

Die überzogene Wahrheit: Du brauchst Urlaub. Du willst raus. Du willst reisen. Du willst die Welt entdecken. Und überhaupt, raus aus dem Büro, weg von allem. Alles hinschmeißen, neu anfangen, bloß nicht hier bleiben. Freunde, Familie, Kollegen – alle blöd! Die sollen dich mal schön in Ruhe lassen und dich dein Ding machen lassen. Sie werden schon sehen!

CHECK: Hui, sind wir ein wenig überarbeitet und gereizt? 😉 Wie wäre es mit einer kleinen Verschnaufpause? Genügt dir ein kurzes Wellness-Wochenende allein oder mit deiner besten Freundin, um zu entspannen und neue Kraft zu tanken? Würde dich vielleicht ein Abenteuer-Trip durch afrikanische Nationalparks von deinem Alltags-Job-Trott ablenken? Oder ist es wirklich das Beste, einmal alles auf 0 zu stellen und neu anzufangen? Reizvoll wäre das ja immerhin…

Und jetzt? Was sollst du jetzt tun?

So, und nun immer schön langsam mit den jungen Pferden. Ich bin ja bekannt für gelegentliche überstürzte, höchst emotionale Handlungen à la ‚Kurz nachgedacht, Kündigung fertig und Tschüss!‘, was ich auch noch niemals bereut habe.

Aus Vernunftgründen, Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein muss/möchte/sollte ich an dieser Stelle allerdings Folgendes ergänzen: Bitte schreibe nicht sofort deine Kündigung und schmeiß alles überstürzt hin, so etwas kann schließlich auch nach hinten losgehen!

ABER: Wenn du dich in einem oder sogar in mehreren Punkten wieder erkennst, solltest du unbedingt einmal darüber nachdenken, ob dein Job der richtige für dich ist, ob es Zeit für eine Veränderung sein könnte, ob dir etwas Anderes vorschwebt oder ob ein anderes Arbeitsmodell möglicherweise besser zu dir passt?

Kleiner Tipp am Rande

Nicht immer muss es gleich eine Kündigung sein! Vielleicht ist dir auch mit einer Ausweitung bzw. Veränderung der Aufgabenschwerpunkte geholfen (z.B. Übernahme einer weiteren Funktion/Zuständigkeit im gleichen Job)? Manchmal ist es auch hilfreich, in eine andere Abteilung hinein zu schnuppern, ein Praktikum im aktuellen Wunschjob zu absolvieren oder schlichtweg die Firma zu wechseln. Oder ist ein Teilzeitjob gegebenenfalls das Richtige für dich, damit du zusätzlich zum festen Job deiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kannst? Oder wie wäre es mit einer kleinen Auszeit im Sinne von unbezahltem Urlaub, einem Sabbatjahr oder oder oder? Werde kreativ, tausche dich mit Freunden, deiner Familie und Bekannten aus und spüre mehrfach intensiv in dich hinein.

Sicher? Na, dann los!

Bist du dir wirklich sicher, dass sich etwas ändern sollte, dann handle! Nichts ist schlimmer, als sich nach etwas zu sehnen und sich etwas herbeizuwünschen, es aber nicht in die Tat umzusetzen. Jammern ohne Änderungsabsicht gilt nicht – willst du es, dann tu es, tu es, tu es! Vergiss die Hürden, nimm Anlauf und geh deinen Weg!

In diesem Sinne: Go ahead, ich wünsche dir viel Erfolg und bin gespannt auf deine Story!

Apropos, ich bin auch jetzt schon super neugierig: Bist du zufrieden in deinem Job? Liebst du, was du tust? Oder wünschst du dir eine Veränderung, planst du einen Jobwechsel oder hast du vielleicht schon eine große Umstrukturierung hinter dich gebracht? Lass es mich bzw. uns wissen und schreib dein Job-Feeling in die Kommentare!!!
 
 
Feli Follow Your Dreams
 
Feli Follow Your Dreams Coaching
 
 
P.S.: Du wünschst dir Unterstützung bei deiner Glückssuche oder Neuorientierung? Gerne bin ich für dich da: Zum Coaching-Angebot
 
 

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