1001 Traum-Geschichten: Vielbegabte Scanner-Persönlichkeit on tour

Guten Morgen, ihr Lieben!

Heute gibt es wieder einen Beitrag aus der Reihe ‚1001 Traumgeschichten‘ für euch! Dieses Mal führt euch Sandra durch ihre Traumgeschichte. Sandra schenkt uns super interessante und motivierende Einblicke in das Leben einer vielbegabten Scannerin, die ihr Glück in der Selbstständigkeit gefunden hat. Ich finde es wirklich toll, was sie so alles möglich macht, und freue mich immer noch wie ein Schneekönig über den Zufall, dass sie in ihrem Interview die vielfältige Scanner-Persönlichkeit zur Sprache bringt, denn genau zu diesem Thema hatte ich schon einen Artikel in Planung!

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

LEBE DEINE TRÄUME – DAS INTERVIEW

1.) Hallo, stell dich doch kurz einmal vor, damit wir dich besser kennenlernen. Wie heißt du, wie alt bist du und wo kommst du her?

Hallo liebe Feli, schön, dass ich an deinem Interview teilnehmen kann. Ich heiße Sandra Reekers, bin 34 Jahre alt und wohne mit meinem Hund Milo in Bochum im schönen Ruhrgebiet.

2.) Du hast gesagt, du hast dir bereits einen großen Traum erfüllt bzw. arbeitest gerade noch daran. Was bedeutet das genau? Inwiefern lebst du deine Träume?

Mein größter Traum war es, mich selbständig zu machen und von dem, was ich gerne tue, auch leben zu können. Seit Mai 2013 darf ich diesen Traum nun leben. Ausbildungen und Abschlüsse habe ich als Erzieherin, Musiktherapeutin, Gemeindepädagogin, Heilpädagogin, Schlaf- und Entspannungstherapeutin.

Auf meinem Weg zu meinem jetzigen Leben habe ich in mehreren Kindergärten gearbeitet, am Aufbau eines integrativen Musikprojekts für behinderte Kinder und Erwachsene mitgewirkt, in einer Klinik als Musiktherapeutin mit Wachkomapatienten gearbeitet, den Offenen Ganztag einer Grundschule geleitet und war Heilpädagogin in einer mobilen Praxis. Ja, und seit Mai 2013 bin ich nun wirklich glücklich selbständig!

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Jetzt reise ich mit einem mobilen musikalisch-kreativ-therapeutischem Angebot zu verschiedenen Behinderteneinrichtungen und gebe dort mehrere Kurse wie Tanz-, Trommel-, Musik- und Kreativkurse. Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit und ohne Behinderung.

Darüber hinaus gebe ich Lesungen und gestalte Tanz-Performances, halte Workshops rund um die Themen Kreativität und Musik, führe Fortbildungen durch, wirke an kreativen Gottesdiensten mit und und und … Ich bin wirklich für viele spannende Projektideen offen und freue mich immer über neue Ideen!

Und das erfüllt dich rundum?
Ja, denn ich wusste schon ganz, ganz schnell, dass ich in einem gewöhnlichen Job auf Angestelltenbasis nicht glücklich werde. Ich finde es großartig, an so vielen verschiedenen Projekten mitwirken zu können und all meine Talente und Interessen leben zu dürfen. Wäre ich noch heute in einem Angestelltenverhältnis, müsste ich mich auf eine Tätigkeit beschränken und würde mich schrecklich eingeengt fühlen.

Und es gibt noch etwas, das mich glücklich macht: Seit Kurzem arbeite ich zusätzlich als „Dranbleib-Coach“. Was das ist? Als Dranbleib-Coach helfe ich den sogenannten vielbegabten Scannern und anderen Projektjongleuren dabei, dass sie an einem Projekt dranbleiben und sich nicht in ihrer Vielseitigkeit verlieren. Denn ich bin mir sicher, dass meine Kunden ein unglaubliches Potenzial besitzen und viele, viele tolle Ideen im Kopf haben! Gemeinsam arbeiten wir daran, diese Ideen hervorzuholen, um sie nicht unter vielen im Sande verlaufen zu lassen. Mein Ziel lautet daher, dass ich mehr Projektideen verwirklicht sehen will – und ich möchte den Menschen dabei helfen, ihre Herzensprojekte in die Tat umzusetzen!

3.) Was macht dich dabei besonders glücklich?

Besonders glücklich macht mich dabei die Vielfältigkeit. Ich liebe es einfach, auf vielen unterschiedlichen kreativen Baustellen unterwegs sein zu können. Kein Tag ist wie der andere und ich darf vielen wunderbaren und außergewöhnlichen Menschen begegnen, mit ihnen arbeiten und von ihnen lernen. Ich habe das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und all meine Begabungen und Fähigkeiten in meine Arbeit einbringen zu können. Das macht mich sehr glücklich!

4.) Gab es einen bestimmten Auslöser oder den allseits bekannten ‚Stein‘, der das Ganze ins Rollen gebracht hat

Es waren sicher viele kleine Schritte, die mich bis hierher gebracht haben. Einer der größten Auslöser jedoch war für mich das Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“ von Barbara Sher. Hier las ich zum ersten mal vom Menschentyp des „Scanner“. Noch nie habe ich mich in einem Buch so verstanden gefühlt und mich so sehr wiedererkannt, wie in diesem. Endlich hatte mein Anderssein einen Namen und ich kam mir nicht mehr wie ein „Alien“ auf diesem Planeten vor. Seit ich das Scanner-Dasein für mich entdeckt und angenommen habe, kann ich viel genussvoller und mit mehr Begeisterung all meine Facetten leben – ohne mich für meine Vielseitigkeit schlecht zu fühlen. Im Gegenteil, mittlerweile habe ich diese Vielseitigkeit als großen Schatz und Ressource kennen und schätzen gelernt.

5.) Sicherlich war das nicht immer einfach. Bist du auf deinem Weg auf Hürden gestoßen oder musstest du bestimmte Hindernisse überwinden?

Ja sicher. Auch ich hatte Hindernisse zu überwinden. Das größte Hindernis waren wohl meine Angst und meine Selbstzweifel. Kann das gut gehen? Braucht das überhaupt jemand? Interessiert es überhaupt jemanden, was ich mache? Und dann auch die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Dingen … Wie melde ich ein Kleingewerbe an? Wie funktioniert das mit den Rechnungen und den Steuern? Woran muss ich noch alles denken? Aber Dank liebevoller Unterstützung aus meinem Freundeskreis und meinem sehr geduldigen Steuerberater konnte ich diese Hindernisse Stück für Stück meistern. Was nicht heißt, dass ich damit „fertig“ bin. Zweifel und Ängste tauchen immer mal wieder auf. Es gibt diese Blues-Tage, an denen ich nicht an mich selber glaube, meine Projekte in Frage stelle und kurz davor bin, alles hinzuschmeißen. Dann gönne ich mir ein, zwei Tage Auszeit, halte mir vor Augen, was ich bisher alles schon geschafft habe und welche Träume und Ziele ich noch verwirklichen will – und dann geht es am nächsten Tag mit neuer Kraft weiter, immer Schritt für Schritt.

6.) Was war das Überraschendste, das dir bei deiner Traumerfüllung passiert ist?

Das Überraschendste für mich war erst einmal, dass es überhaupt geklappt hat. Ich hatte am Anfang so viele Zweifel. „Von dem, was ich liebe, leben zu können“ – das klang noch so furchtbar weit weg und irgendwie auch etwas unerreichbar. Nun bin ich mittendrin in meinem Traumleben und so richtig glücklich dabei.

Ein witziger Moment zum Thema Zeitmanagement ist mir in einer Förderstunde mit einem meiner Therapiekinder passiert. Wir hatten die Förderstunde auf Grund des schönen Wetters nach draußen auf den Spielplatz verlegt und Lena (Name geändert) war richtig eifrig und voller Freude bei der Sache. Als ich ihr sagte, es sei Zeit, nun wieder nach Hause zu gehen, sagte sie zu mir: „Frau Reekers, du hast aber eine dumme Uhr. Da geht die Zeit ja viel zu schnell rum. Du musst dir mal eine größere Uhr kaufen, dann hätte ich mehr Zeit zum Spielen mit dir!“ – Diese kindliche Logik hat mir ein herzliches Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ich glaube, ich werde mal Ausschau nach einer großen Uhr halten 🙂

sandra 1001 traumgeschichten follow your dreams 3

7.) Welche Tipps würdest du anderen mit auf den Weg geben, die ihre Träume erfüllen möchten, aber nicht den Mut dazu finden?

Einfach losgehen. Nicht zu lange zögern. Nicht warten, bis alles perfekt ist (denn das ist es nie). Sich einen kleinen Schritt raussuchen, und wenn es auch nur ein ganz winzig kleiner ist, und dann einfach loslegen. Der Weg entsteht im Gehen. Sicher, du wirst hinfallen und Fehler machen. Aber du wirst dabei lernen und aufstehen und weitermachen und so Schritt für Schritt deinem großen Traum näher kommen. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist nichts zu tun, denn dann bleibt alles beim Alten. Und such dir Verbündete. Such dir Menschen, die deinen Traum teilen, die dich stärken, dir Mut machen, dich unterstützen und den Weg mit dir gemeinsam gehen. Bei den Dranbleibern findest du z.B. solche Menschen. Und dann leg einfach los und vertrau auf deine innere Stimme. Im Gehen wirst du deinen Weg finden.

8.) Hast du ein Lieblings-Zitat und einen Lieblings-Song, die dir bei deiner Traumerfüllung geholfen haben und auch andere ermutigen könnten?

Mein Lieblings-Zitat ist von Pippi Langstrumpf: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Es macht mir Mut, immer wieder neue Projekte anzugehen, mich aus meiner Komfortzone herauszutrauen und mich an Dinge zu wagen, die ich bisher noch nicht kannte – und so mit wunderbaren neuen Erlebnissen und Erfahrungen beschenkt zu werden.

Mein Lieblings-Song ist „Masterpiece“ von Jessie J..

Er erinnert mich daran, dass es ok ist, unperfekt zu sein und dass es sich trotzdem lohnt, nach jedem Hinfallen wieder aufzustehen und weiter für meinen Traum zu kämpfen. „(…) I´m perfectly incomplete, I´m still working on my masterpiece (…)“

9.) Welchen Traum würdest du dir jetzt gerne noch erfüllen?

Mein ganz großer Traum ist der Traum von einem eigenen Kreativzentrum. Einem schönen, hellen Raum hier in Bochum, in dem ich all meinen Projekten und Ideen ein Zuhause geben kann. Ein Großteil meiner Arbeit findet zur Zeit mobil statt – das bedeutet für mich in der Woche viele Stunden im Auto und auf der Autobahn. Ich träume von einem Raum, in dem Kunden, Klienten und andere Interessierte zu mir kommen können. Einem Raum mit Wohlfühlatmosphäre, in dem Coachings, Therapien, Fördereinheiten, aber auch Tanz- und Trommelkurse, Kreativangebote, Workshops, Fortbildungen, Kurse, Soireen, Lesungen, Performance, Mini-Konzerte uvm. stattfinden können. Ein Zuhause für die Kreativität – das ist mein persönliches „Masterpiece“, an dem ich arbeite und von dem ich träume.

10.) Bitte erzähle doch kurz noch etwas über dein Projekt und deine Website. Wo können wir mehr darüber erfahren?

Über mein Dranbleib-Coaching erfahrt ihr mehr unter www.einfachdranbleiben.de. Wenn ihr Interesse an einem Austausch mit Gleichgesinnten habt und gemeinsam dranbleiben wollt, dann schaut doch mal in meiner Facebook-Gruppe „Die Dranbleiber“ vorbei. Und was meine anderen kreativen Projekte angeht, da könnt ihr mal ein wenig unter www.sandra-reekers.de stöbern.


So, und nun bin ich wieder dran!

Vielen Dank für deinen tollen 1001 Traumgeschichten-Beitrag, liebe Sandra! Ich habe mich in Vielem wiedererkannt und kann dir nur zustimmen, dass eine selbstständige Tätigkeit einfach ideal für Scanner ist, die so unglaublich vielseitig interessiert und begeistert sind! 🙂

Wie geht es euch? Habt ihr euch auch in Sandras Traumgeschichte wiedergefunden? Braucht ihr die Vielseitigkeit in eurem Job oder mögt ihr es, euch auf eine feste Tätigkeit fokussieren zu können?

Rein damit in die Kommentare – ich freu mich wie immer sehr auf eure Meinungen! 🙂

In diesem Sinne:

♥ Follow Your Dreams! ♥
 
Feli Follow Your Dreams
Feli

 
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